Wahlkreis 3: SPD-Kandidat Stephan Machulik

Am 20. September wird gewählt

Der SPD-Kandidat im Wahlkreis 3 (Siemensstadt, Haselhorst, Wilhelmstadt-Nord, Stresow und Tiefwerder) ist in Spandau kein Unbekannter. Nachdem er seit 2011 als Bezirksstadtrat für Ordnung und Bürgerdienste und später auch als Jugendstadtrat im Bezirksamt saß, ist er nach der Wahl 2021 in das Abgeordnetenaus von Berlin gewechselt. Nach der Wiederholungswahl im Jahr 2023 wurde er als Staatssekretär nach Berlin in die Senatskanzlei von Christian Gaebler (Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen) berufen und betreut seitdem die Ressorts Wohnen und Mieterschutz.

Für die neue Legislaturperiode ließ sich Stephan Machulik erneut für den großen Wahlkreis 3 als Kandidat seiner Partei aufstellen. Mit seinem nun sehr geschärften und erfahrenen Blick – bedingt durch die Problemlagen der gesamten Stadt – stellt sich den nicht unerheblichen Problemen seines Wahlkreises und will im Berliner Abgeordnetenhaus insbesondere für das Thema kämpfen, was ihm am wichtigsten ist: den Ausbau der sozialen Infrastruktur.

Einer seiner Schwerpunkte ist dabei das Thema Mobilität. Dabei richtet Stephan Machulik seinen Blick im Besonderen auf das Spandauer „Sternsystem“, also dem Verkehrsnetz, was den Bezirk im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in Spandau ausmacht. Denn rund um das Rathaus Spandau als Zentrum laufen (fast) alle Buslinien sternförmig zu. Schleppender Verkehr und Staus sind so die Folge und über andere Linienführungen müsse deswegen dringend nachgedacht werden, so Machulik. Dabei hat er verschiedene Formate im Blick.

So favorisiert er z.B. ein Schienensystem für den Bezirk, um die Menschen schneller und pünktlicher an ihr Ziel zu bringen. Mit großem Nachdruck befürwortet er auch die S-Bahnverlängerung vom Bahnhof Spandau nach Falkensee.

Ein anderes Format ist die U-Bahnverlängerung über Ziegelhof, Wilhelmstraße bis nach Staaken, wo sich Machulik für die Trogbauweise ausspricht, die schnell und kostengünstig umgesetzt werden könnte. Dabei wird das Erdreich abgetragen, ein Trog – ein Tunnel – gegossen oder aus Fertigteilen hergestellt. Nach Beendigung der Arbeiten kann die Tunneldecke des Trogs vollkommen mit Erdreich, Straßen oder Grünflächen bedeckt werden.

Den Bau und die Fertigstellung der Siemensbahn bis 2029 wiederum sieht Machulik allerdings als noch nicht realistisch an. „Die Ergebnisse des Planfeststellungsverfahrens aus Charlottenburg liegen noch nicht vor und die Bautätigkeit über die Spree hat auch noch nicht begonnen.“ Schnellere Mobilität für Spandau sieht der SPD-Kandidat hingegen in der Realisierung der Straßenbahn in der Wasserstadt. Dieses Projekt ist zeitnah und kostengünstig zu realisieren, meint er, denn die Trassen liegen bereits in der Daumstraße und der hinteren Wasserstadtbrücke. „Der Anschluss an Berlin wird kommen“ so Machulik und widerspricht damit den Argumenten einer Insellage der Straßenbahn im Bezirk. Das Straßenbahndepot könne er sich gut auf dem ehemaligen Flughafengelände in Tegel vorstellen.

Neben dem großen Mobilitätsproblem gilt es für die Infrastruktur das große Quartier Siemensstadt modern, nachhaltig, zeitgemäß und vor allem sozial zu gestalten. „Mit dem Wohnungs- und Mietenkataster macht die SPD hier einen Schritt in die richtige Richtung“, meint Machulik. „SiemensSquare, Waterkant und die Insel Gartenfeld sind riesige Quartiere, bei denen eben auch die Infrastruktur stimmen muss.“ Machulik fordert deswegen an zentralen Stellen Stadtplätze, die mit einer hohen Aufenthaltsqualität ausgestattet sind, um das Miteinander der Anwohnenden zu fördern. „Unter klimafreundlichen Bedingungen und nicht als Betonmeer“, fügt er hinzu. „Ausgestattet mit klimafreundlichen Steinen, die das Wasser speichern und in das Erdreich versickern lassen können, haben wir große Möglichkeiten.“

Soziale Infrastruktur heißt aber nicht nur die großen Areale im Blick zu behalten, sondern es müssen auch konkrete Angebote vor Ort geschaffen und getan werden. Insbesondere für Kinder und Jugendliche in der Siemensstadt, so Machulik. Beispielhaft sei der 2024 eröffnete Drachenspielplatz zu nennen, der im Sinne von Nachhaltigkeit ausgestattet und begrünt wurde.

Machulik möchte deswegen endlich die Skaterbahn realisieren, für die er bereits vor einigen Jahren vom Senat die Zusage mit Mitteln in Höhe von 50.000 Euro erhalten hatte. Weitere Freizeitangebote für Jugendliche zu schaffen, ist ihm ein großes Anliegen. Er möchte BENN und Outreach mit ins Boot holen, um kulturelle Angebote für junge Menschen im Bezirk und besonders in seinem Wahlkreis zu organisieren.