Welche Rolle spielt Spandau mit über 200 Sportvereinen?
Beim jährlichen Sport-Empfang der Spandauer SPD-Fraktion, eingeladen hatte hier der Sportpolitische Sprecher der Fraktion Carsten Tuchen, war der Fokus in diesem Jahr auf die Olympiabewerbung Berlins gerichtet, Kaweh Niroomand, Olympia-Beauftragter des Berliner Senats, wurde als Gast im Vereinsheim des VfV Spandau begrüßt und er erläuterte die Olympia Bewerbung der Hauptstadt. Es geht um die Spiele der Jahre 2036, 2040 und 2044, für die neben Berlin auch München und die Köln-Rhein-Ruhr-Region ins Rennen gehen. Hamburg ist seit dem negativen Bürgerentscheid nicht mehr dabei.
Am 27. Mai wurde das Berlin+ Konzept der Öffentlichkeit vorgestellt, welches Nachhaltigkeit, Inklusion und Stadtentwicklung in den Vordergrund rückt. Berlin hat mit den Bundesländern Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen starke Partner ins Boot geholt, die sich an der Austragung der Olympischen Spiele beteiligen.
„Berlin tritt als zentraler Austragungsort der Olympischen und Paralympischen Spiele an“, so Kaweh Niroomand. „Unterstützt wird Berlin von seinen Partnern aus den beteiligten Bundesländern.“ So werden beispielsweise in Bad Sarow die Wettkämpfe im Golfsport ausgetragen und Warnemünde steht für Segelwettkämpfe. Weitere Austragungsstätten sind in Leipzig sowie Markkleeberg bei Leipzig geplant.
Am 26. September wird mit Spannung die Entscheidung des Deutschen Olympischen Sportbunds über den Austragungsort erwartet.
Kaweh Niroomand, ansonsten Sportmanager bei den Berlin Volleys, schätzte die Stimmung in Berlin als sehr positiv ein und gibt an, dass alle Bezirke bis
auf einen, hinter dem Olympia-Konzept Berlin+ stehen.
Einer der größten Vorteile Berlins besteht darin, dass rund 97 Prozent der Sportstätten bereits vorhanden sind und lediglich modernisiert werden müssen. Damit wird ganz Berlin zu einem großen Olympiapark. „Mit über 200 Sportvereinen kann sich Spandau hier auch ins Spiel bringen“, fügte Sozialstadtrat Gregor Kempert hinzu, der als SPD-Kandidat für des Amt des Bezirksbürgermeisters kandidiert. Er führt aus: „Engagement und Ehrenamt werden bei uns großgeschrieben und sind ein unverzichtbarer Bestandteil für die Ausrichtung derartiger Wettkämpfe. Wenn die Spandauer Sportstätten wie Schwimm- und Turnhallten saniert werden, profitiert der Breitensport davon und wir sind für die kommenden Jahre gut gerüstet.“ Auch wenn Spandau als Wettkampfort nicht in Frage käme, werden die vielen Sportvereine des Bezirks und die Unterbringungsmöglichkeiten eine zentrale Rolle spielen.
In Spandau wird in den nächsten Jahren die Wasserballarena errichtet, in der es dann auch wieder möglich ist, Wettkampf im Leistungssport auszurichten und zu betreiben. Die Olympischen Spiele sind für die Spandauer Vereine und die Sportanlagen eine große Chance zur weiten Entwicklung und dem Erhalt der Infrastruktur des Sports, so Carsten Tuchen Co-Fraktionsvorsitzender/ Sportpoltischer Sprecher, nicht zu vergessen ist der Spirit der Gemeinschaft und des sportlichen Engagements, das durch Olympia auch in Spandau weiter gestärkt wird.
Ziel der Spiele sei es, sie zu den Menschen zu bringen und nicht die Menschen mit teuren Tickets in die Stadien, so Kaweh Niroomand. Die Eröffnungsfeier soll auf dem Tempelhofer Feld stattfinden, die Siegerehrungen am Brandenburger Tor. Mit einer modernen Infrastruktur sind die Wettkampfstätten schnell zu erreichen und das Brandenburger Tor als Platz für die Siegerehrungen hat großen symbolischen Charakter im Sinne von Vielfalt, Toleranz und friedlichem Miteinander.
Für das Olympische Dorf ist ein Standort innerhalb Berlins vorgesehen: Zwischen den S-Bahnhöfen Westkreuz und Grunewald auf dem ehemaligen Güterbahnhof Grunewald.
Er liegt nahe am Olympiastadion und der Messe Berlin, ist gut an den öffentlichen Nahverkehr angebunden und hat kurze Wege zu den Wettkampfstätten.
Die Entwicklung des neuen Wohnquartiers ist unabhängig von der Olympia-Bewerbung, denn hier soll ein Wohnquartier mit mehreren tausend Wohnungen entstehen.









